Geschichten über Sturheit (İnat Hikayeleri) (übersetzt)
„Sturborn Stories“ ist ein deutsch-türkischer Koproduktionsfilm, bei dem Reis Çelik Regie führte, das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Der 2004 veröffentlichte Film wurde im Stadtteil Çıldır von Ardahan gedreht und nutzte Improvisationen mit Einheimischen. Er gilt als ungewöhnliches Beispiel für die Verbindung von experimentellem Storytelling mit dokumentarischen Elementen.
Der Film verzichtet auf ein vorgefertigtes, klassisches Drehbuch. Ein professionelles Zweierteam – Regisseur Çelik und Schauspieler Tuncel Kurtiz – entwickelte Geschichten, die auf der anatolischen Minnesängertradition basieren und sich um ein einziges Wort drehen: „Sturheit“. Aus Erzählungen von Einheimischen und Laienschauspielern entstanden drei separate Geschichten, die alle um eine zentrale Erzählung kreisen. Der zentrale Konflikt ist die unerbittliche Rivalität zwischen einem Pferdeschlittenführer, der im Winter eine Abkürzung über den zugefrorenen Çıldır-See nimmt, und seinem neuen Rivalen, einem roten Minibus. Während der gesamten Reise beteiligen sich auch die Minnesänger und Geschichtenerzähler im Schlitten und im Minibus mit ihren eigenen Erzählungen an dieser Rivalität.
Die Dreharbeiten erstreckten sich über etwa drei Monate, sowohl im Winter als auch im Sommer, und fanden in Dörfern auf 2000 Metern Höhe bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius in der Geburtsregion des Regisseurs statt. Der Film wurde auf der Straßburger Dokumentarfilmwoche mit dem Alsace-Europe-Preis ausgezeichnet.
| Regisseur | Reis Çelik |
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