Mayrig – Heimat in der Fremde (Mayrig)
Mayrig ist ein halbautobiografisches Drama aus dem Jahr 1991, das der armenischstämmige französische Regisseur Henri Verneuil schrieb und inszenierte. Der Titel bedeutet auf Armenisch "Mutter". Der Film erzählt von dem Kampf einer armenischen Familie, die sich nach dem Armenischen Genozid von 1915 gezwungen sah, von der Türkei nach Frankreich auszuwandern, um in einem neuen Land Fuß zu fassen. Basierend auf seiner eigenen Kindheit bringt Verneuil die Erlebnisse seiner Familie auf die Leinwand; Claudia Cardinale und Omar Sharif verkörpern die Eltern des kleinen Azad. In der Filmmusik steht das traditionelle armenische Lied "Dle Yaman" im Vordergrund. Der Film stieß bei seiner Aufführung auf großes Interesse und wurde später von Verneuil als Fernsehserie neu bearbeitet; die Geschichte wird mit dem 1992 entstandenen Nachfolgefilm 588 rue Paradis fortgesetzt. Mit einer Laufzeit von über zweieinhalb Stunden bildet das Werk das erste Glied einer Familienchronik, die über Generationen hinweg die Vertreibung, Armut und Identitätssuche einer Familie verfolgt.
| Regisseur | Henri Verneuil |
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