Eskiya – Der Bandit (Eşkıya)
Eşkıya (Der Bandit) ist ein 1996 erschienenes Filmdrama von Yavuz Turgul. Mit Şener Şen und Uğur Yücel in den Hauptrollen vereint der Film Elemente von Drama, Krimi und Romanze. Er gilt als einer der ersten großen Kassenschlager des modernen türkischen Kinos und markiert einen Wendepunkt für das türkische Kino, das seit den 1980er Jahren an Zuschauern verloren hatte.
Die Geschichte erzählt von Baran, einem Geächteten, der nach 35 Jahren Haft aus dem Gefängnis in Viranşehir entlassen wird. Als er erfährt, dass sein Geburtsort von einem Staudamm überflutet wurde, macht er sich auf den Weg nach Istanbul, um den Verräter zu finden, der ihn vor Jahren entlarvt hat, und seine Jugendliebe Keje. Im Zug begegnet er Cumali, einem jungen Mann, der in den Hinterhöfen von Beyoğlu aufgewachsen ist, und zwischen ihnen entsteht eine tiefe, fast väterliche Bindung. Hin- und hergerissen zwischen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der unerbittlichen Ordnung der Stadt, ist die Reise der beiden Männer geprägt vom Kontrast zwischen traditionellen Werten und einer von Verfall gezeichneten Welt.
Die Filmmusik stammt von Erkan Oğur, produziert wurde der Film von Filma-Cass und Warner Bros. Zur Besetzung gehören Kamran Usluer, Özkan Uğur, Yeşim Salkım, Necdet Mahfi Ayral und Güven Hokna. „Eşkıya“ war der türkische Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bei den 70. Academy Awards und gewann zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen.
| Regisseur | Yavuz Turgul |
|---|---|
| Produktionsfirma | Filma-Cass |
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