Ellbogen (Elbow)
„Ellbogen“ (Originaltitel: „Elbow“) ist ein Coming-of-Age-Drama aus dem Jahr 2024 und das Regiedebüt von Aslı Özarslan. Der Film, an dem Özarslan gemeinsam mit anderen Autoren mitwirkte, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Fatma Aydemir, der mit dem Franz-Hessel-Preis und dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet wurde. Die deutsch-türkisch-französische Koproduktion wurde von Melanie Blocksdorf produziert und ist in deutscher und türkischer Sprache verfügbar.
Die Geschichte dreht sich um die 17-jährige Hazal, die in Berlin lebt. Um die Erwartungen ihrer Familie zu übertreffen, arbeitet Hazal in der Bäckerei ihrer Mutter, erhält aber trotz hunderter Bewerbungen keine Rückmeldung. Während ihre Mutter sie zu einer Friseurlehre drängt, besteht ihre Tante Semra, eine Sozialarbeiterin, darauf, dass sie ihren Schulabschluss nachholt. In den Berufsausbildungsprogrammen, die sie besucht, stößt sie auf Diskriminierung. An ihrem 18. Geburtstag wird ihr der Eintritt in einen Club verweigert, als sie mit Freunden feiern möchte. Es kommt zu einer Schlägerei in einer U-Bahn-Station, bei der ein Schüler ums Leben kommt – ein Ereignis, das alles verändert. Hazal flieht nach Istanbul zu Mehmet, mit dem sie über Skype in Kontakt steht. Dort gerät sie jedoch in Gewalt und eine Polizeirazzia. Als ihre Tante ihr mitteilt, dass sie wegen Mordes gesucht wird, steht sie vor einer neuen Entscheidung.
Melia Kara spielt die Hauptrolle; zum Ensemble gehören außerdem Asya Utku, Jamilah Bagdach, Nurgül Ayduran, Doğa Gürer und Mina Özlem Sağdiç. Die Dreharbeiten begannen am 15. August 2022 in Istanbul und Berlin und endeten am 15. Oktober 2022. Der Film feierte seine Weltpremiere am 17. Februar 2024 in der Sektion Generation 14plus der 74. Berlinale, wo er um den Gläsernen Bären konkurrierte; Özarslan war zudem für den GWFF-Preis für den besten Erstlingsfilm nominiert. Vladan Petkovic von Cineuropa hob die erzählerische Ökonomie, die düstere Atmosphäre und die thematische Tiefe des Films hervor, während Julia Lorenz von der „Zeit“ ihn als einen der besten Jugendfilme des jüngeren deutschen Kinos bezeichnete.
| Regisseur | Aslı Özarslan |
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