Somersault in a Coffin (Tabutta Rövaşata)
„Tabutta Rövaşata“ (Sargtritt) ist ein türkischer Film aus dem Jahr 1996 unter der Regie von Derviş Zaim, der auch das Drehbuch schrieb. Die Handlung spielt in der Türkei und dreht sich um Mahsun, einen obdachlosen und arbeitslosen Mann, der in der Gegend um Rumeli Hisarı ums Überleben kämpft. Er verdient seinen Lebensunterhalt mit Autodiebstählen, die er jedoch erst nach einer Nacht wäscht und zurückbringt. Seine größte Unterstützung findet er bei seinen Fischerfreunden, insbesondere bei Reis (gespielt von Tuncel Kurtiz). Mahsuns unerwiderte Liebe zu einer drogenabhängigen Frau wird jedoch zum Wendepunkt, der seine heile Welt erschüttert.
Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er die wirtschaftlichen Nöte und die städtische Armut der damaligen Türkei anhand des Alltagskampfes eines Einzelnen schildert, ohne dabei auf große Botschaften zurückzugreifen. Seine Entstehung wurde ebenso viel diskutiert wie seine Geschichte: Gedreht in nur etwa dreieinhalb Wochen mit extrem begrenzten Mitteln, einer geliehenen Kamera und wenig Negativmaterial, gilt er als „Low-Budget-Film“. Produziert von Ezel Akay und mit Musik von Baba Zula, gewann der Film zahlreiche Preise auf nationalen und internationalen Festivals, darunter beim Antalya Golden Orange Film Festival, für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch, den besten Schnitt und den besten Hauptdarsteller. Er gilt als Wendepunkt des türkischen Kinos der 1990er Jahre.
| Regisseur | Derviş Zaim |
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