Bad (Banyo) (übersetzt)
„Das Badezimmer“ ist ein türkischer Film aus dem Jahr 2005, bei dem Mustafa Altıoklar Regie führte und das Drehbuch schrieb. Es handelt sich dabei nicht um einen Originaltext, sondern um eine Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Gül Abus Semerci. Je nach Quelle wird der Film entweder als Tragikomödie oder als Krimikomödie eingeordnet; in jedem Fall verbindet er Humor mit Pessimismus.
Das Auffälligste an dem Film ist seine Raumgestaltung: Die gesamte Handlung spielt sich in nur drei Badezimmern ab. Zwei davon befinden sich in benachbarten Wohnungen, das dritte liegt direkt gegenüber und bietet einen Blick auf die beiden anderen. In diesen beengten Räumen werden die miteinander verwobenen Geschichten dreier Paare und eines jungen Mannes erzählt, der sie aus der gegenüberliegenden Wohnung beobachtet – in Wirklichkeit ein Kunststudent, der im Rahmen eines Projekts hospitiert.
Der Film, der seine theatralischen Wurzeln bewahrt, macht den begrenzten Raum von einer Einschränkung zu einem zentralen Element der Erzählung. Beobachtungen zu Mann-Frau-Beziehungen, dem alltäglichen Verschleiß der Ehe, dem Wesen von Intimität und Verrat entstehen durch die Diskrepanz zwischen dem, was hinter verschlossenen Türen gesagt wird, und dem Gesicht, das man der Außenwelt zeigt. Die voyeuristische Figur verleiht der Erzählung eine zusätzliche Ebene, indem sie den Blick des Zuschauers direkt in den Film einbezieht. Selçuk Yöntem gehört ebenfalls zum Ensemble.
| Regisseur | Mustafa Altıoklar |
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