Gori vatra – Feuer! (Fuse (film))
Der Film „Fuse“, ursprünglich unter dem Titel „Gori vatra“ bekannt, ist eine 2003 erschienene schwarze Komödie, geschrieben und inszeniert von Pjer Žalica. Produziert wurde er in Bosnien und Herzegowina in Zusammenarbeit mit Österreich, Frankreich und der Türkei. Der Film ist in bosnischer Sprache; Ademir Kenović fungierte als Produzent, die Musik komponierte Saša Lošić.
Die Geschichte spielt 1997, zwei Jahre nach dem Ende des Bosnienkrieges, in der nordbosnischen Stadt Tešanj. Während die Narben des Krieges noch immer tief in den Straßen und Herzen der Bevölkerung spürbar sind, grassieren Korruption, Schattenwirtschaft und Bandenkriminalität. Als die Nachricht vom Besuch des US-Präsidenten Bill Clinton die Runde macht, starten die lokalen Behörden eine Großoffensive: Schmutzige Machenschaften werden vertuscht, Beweise für eine rasante Stadtentwicklung gefälscht und ein nicht existierendes Bild von Brüderlichkeit zwischen Bosniaken und Serben konstruiert. Während diese hektischen Vorbereitungen unter den wachsamen Augen westlicher Inspektoren voranschreiten, kommen die Traumata, die man zu vertuschen suchte, nach und nach ans Licht.
Enis Bešlagić, Bogdan Diklić, Saša Petrović, Izudin Bajrović, Senad Bašić und Emir Hadžihafizbegović in der Rolle des Stanko gehören zu den prominenten Darstellern. Der Film, der die Widersprüche der Nachkriegsgesellschaft humorvoll darstellt, gewann den Silbernen Leoparden beim Filmfestival von Locarno 2003, den Preis für den besten Erstlingsfilm beim Filmfestival von Sarajevo und den Goldenen Stern beim Filmfestival von Marrakesch.
| Regisseur | Pjer Žalica |
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