Mercan Dede
Musiker · ~60 Jahre alt
Profil
| Alter | ~60 Jahre alt |
|---|---|
| Geburtsdatum | 1966 |
| Geburtsort | Bursa |
| Beruf | Musiker, Komponist, Discjockey |
Mercan Dede — Biografie
Mercan Dede, mit bürgerlichem Namen Arkın Ilıcalı, kam 1966 in Bursa zur Welt; er ist als türkisch-kanadischer Ney-Spieler, Komponist, Produzent und DJ bekannt. Für seine elektronischen Projekte verwendet er den Namen DJ Arkin Allen. Indem er seine Meisterschaft auf traditionellen Instrumenten wie Ney und Bendir mit elektronischen Klängen verband, entwickelte er einen Weltmusik-Stil, der die akustische Seele der Sufi-Musik mit östlichen Melodien zusammenbringt, und erreichte ein internationales Publikum.
Er interessierte sich schon früh für Musik; mit etwa fünfzehn Jahren begann er, Ney zu spielen, und wandte sich anschließend Schlag- und Saiteninstrumenten wie Bendir und Ud zu. Er wurde auf traditionellem Weg von Meistern der Sufi-Musik ausgebildet; zu seinen Lehrern zählen Nezih Uzel und der Ney-Künstler Ömer Erdoğdular, außerdem lernte er bei Niyazi Sayın Ebru. Die Lehren Mevlânâ Celâleddîn-i Rûmîs wurden zur grundlegenden Inspirationsquelle seiner Kunst. Er studierte Journalismus und Fotografie an der Universität Istanbul; 1997 wanderte er nach Kanada aus, ließ sich in Montreal nieder und schloss an der Concordia University ein Bachelor- und Masterstudium der bildenden Künste ab. Dort war er beeindruckt von der Kraft der Techno-Musik, Menschen in einer gemeinsamen Ekstase zu vereinen. 1997 gründete er das Mercan Dede Ensemble; den Namen entlehnte er einer Figur aus dem Roman Kitab-ül Hiyel von İhsan Oktay Anar, und das Wort Dede ist im Sufismus ein Ehrentitel für geistliche Älteste.
Sein erstes Album Sufi Dreams erschien 1998 bei Golden Horn, und seine Musik wurde in einer deutschen Fernsehdokumentation verwendet. Es folgten Journeys of a Dervish (1999) und das für die Choreografie von Beyhan Murphy komponierte Seyahatname (2001) sowie Nar (2002). Su (2004) blieb zwei Monate auf Platz eins der europäischen Weltmusik-Charts; danach kamen Nefes und das in Anspielung auf Rûmîs 800. Geburtstag benannte 800 (2007), letzteres erreichte ebenfalls die Spitze dieser Liste. 2013 erschien das zweiteilige Dünya. Dede wurde zweimal für die BBC Radio 3 Awards nominiert; er arbeitete mit Künstlerinnen und Künstlern wie Susheela Raman, Azam Ali, Dhafer Youssef, Sheema Mukherjee, Hugh Marsh und Ceza zusammen. Er trat in Fatih Akıns Dokumentarfilm İstanbul Hatırası: Köprüyü Geçmek aus dem Jahr 2005 auf, und seine bildnerischen Arbeiten wurden 2023-2024 in Istanbul in der Casa Botter ausgestellt.
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