Delphine Seyrig

Delphine Seyrig

Schauspieler · mit 58 gestorben

Profil

Altermit 58 gestorben
Geburtsdatum10. April 1932
GeburtsortBeyrut
Gestorben15. Oktober 1990
BerufSchauspieler, Filmregisseur, Theaterschauspieler, Filmschauspieler
SternzeichenWidder
Ölüm YeriParis

Delphine Seyrig — Biografie

Delphine Claire Beltiane Seyrig (* 10. April 1932 in Beirut; † 15. Oktober 1990 in Paris) war eine im Libanon geborene französische Schauspielerin und Regisseurin. Seyrig, die in Beirut zur Welt kam, das zu jener Zeit auf dem französischen Mandatsgebiet Syrien-Libanon lag, wurde zu einer der bedeutenden Persönlichkeiten der Theaterbühne; im Kino war sie für ihre tiefe, volle und musikalisch klingende Diktion bekannt. Sie starb im 10. Pariser Arrondissement an Lungenkrebs.

Sie kam als Tochter von Henri Seyrig und Hermine de Saussure zur Welt; ihr Bruder ist Francis Seyrig. Ihre Schulbildung erhielt sie am Collège-Lycée Cévenol International, und Anfang der 1950er Jahre wandte sie sich der Schauspielerei zu. Ihren eigentlichen Durchbruch im Kino hatte sie mit ihrer Rolle in Alain Resnais' Film Geçen Yıl Marienbad'da von 1961.

Ihre Zusammenarbeit mit Resnais setzte sie mit Muriel ou le Temps d'un retour von 1963 fort; für die darin verkörperte Rolle der Hélène Aughain gewann sie die Coppa Volpi als beste Darstellerin bei den Filmfestspielen von Venedig. Danach spielte sie in François Truffauts Film Çalınan Buseler (1968) Fabienne Tabard und in Mr. Freedom (1968) Marie-Madeleine; in Luis Buñuels Samanyolu (1969) und in Jacques Demys Peau d'Âne (1970) war sie als Fliederfee zu sehen.

1972 verkörperte sie in Buñuels Film Burjuvazinin Gizli Çekiciliği die Simone Thévenot; mit Çakalın Günü von 1973 wirkte sie auch in internationalen Produktionen mit. Mitte der 1970er Jahre wurde sie mit Rollen im Zentrum des Autorenkinos in Verbindung gebracht: In Marguerite Duras' Film India Song (1975) spielte sie Anne-Marie Stretter, in Chantal Akermans Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce, 1080 Bruxelles (1975) die namensgebende Hauptfigur. In derselben Zeit wirkte sie in Produktionen wie Aloïse (1975), Her Venetian Name in Deserted Calcutta (1976), Baxter, Vera Baxter (1977) und Les Lèvres rouges mit; im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie auch mit Regisseuren wie Ulrike Ottinger und Fred Zinnemann.

Neben der Schauspielerei trat sie auch hinter die Kamera und führte bei drei Filmen Regie; der bekannteste davon ist der Dokumentarfilm Sois belle et tais-toi von 1981. Seyrig, eine bekannte Figur der feministischen Bewegung in Frankreich, beschäftigte sich auch mit Videoaktivismus und gehörte 1982 gemeinsam mit Carole Roussopoulos und Ioana Wieder zu den Gründerinnen des Centre audiovisuel Simone de Beauvoir in Paris. Ihre Arbeiten im Kino brachten ihr zwei Nominierungen als beste Darstellerin bei den César-Preisen ein.

Seyrig wirkte auch mit ihrer Stimme an Aufnahmen mit und las auf Alben wie Chopin raconté aux enfants (1979) und De doute et de grâce (1990). In ihrem Privatleben war sie mit Jack Youngerman verheiratet, aus dieser Ehe stammt ihr Sohn Duncan Youngerman.

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