Violette Nozière
Violette Nozière ist eine französisch-kanadische Koproduktion aus dem Jahr 1978 unter der Regie von Claude Chabrol. Der Film, ein biografisches, psychologisches Kriminaldrama, erzählt von einem realen Fall im Frankreich des Jahres 1933: Ein achtzehnjähriges Mädchen wurde beschuldigt, seine Eltern vergiftet zu haben. Das Drehbuch beruht auf dem Buch von Jean-Marie Fritère, das sich mit diesem Ereignis befasst. Die Produktion brachte ihrer Hauptdarstellerin Isabelle Huppert beim Filmfestival von Cannes 1978 die Auszeichnung als beste Darstellerin ein, der Film selbst erhielt den César in der Kategorie beste Nebendarstellerin.
Die Geschichte beruht auf Violettes zwei getrennten Leben. Die junge Frau, die tagsüber wie die Tochter einer gewöhnlichen Familie wirkt, knüpft nachts Beziehungen zu älteren Männern und gilt in diesem Milieu als junge Prostituierte. Es wird behauptet, sie habe ihre Eltern vergiftet, weil sie das Erbe der Familie an sich bringen wollte. Violette wird von Isabelle Huppert verkörpert; ihre Mutter Germaine Nozière spielt Stéphane Audran, ihren Vater Baptiste Nozière Jean Carmet. In der Rolle der Maddy ist Lisa Langlois zu sehen. In der Besetzung sind auch Bernadette Lafont und Fabrice Luchini vertreten.
Das Drehbuch schrieben Chabrol, Odile Barski und Hervé Bromberger gemeinsam; die Produktionsfirma ist Cinévidéo. Chabrol behandelt den Fall im gesellschaftlichen Klima der Zeit und zeichnet weniger eine Kriminalgeschichte als vielmehr das psychologische Porträt eines Mädchens.
| Regisseur | Claude Chabrol |
|---|---|
| Produktionsfirma | Cinévidéo |
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