Suna Kan
klassischer Geiger · mit 86 gestorben
Profil
| Alter | mit 86 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 21. Oktober 1936 |
| Geburtsort | Adana |
| Gestorben | 11. Juni 2023 |
| Sterbeort | İstanbul |
| Beruf | klassischer Geiger, Musiker |
| Sternzeichen | Waage |
Suna Kan — Biografie
Suna Kan wurde am 21. Oktober 1936 in Adana geboren; ihr Vater war Nuri Kan, der im Cumhurbaşkanlığı Senfoni Orkestrası Bratsche spielte. Mit fünf Jahren begann sie beim Vater mit dem Geigenspiel, nahm anschließend Unterricht bei einem Freund der Familie und trat ins Ankara Devlet Konservatuvarı ein. Mit einem Mozart-Konzert, das sie bei ihrem ersten Konzert im Alter von neun Jahren vortrug, wurde sie als „Wunderkind“ gefeiert; dank eines eigens erlassenen Gesetzes wurde sie mit einem staatlichen Stipendium zunächst nach Rom und anschließend ans Pariser Konservatorium geschickt. In Paris wurde sie Schülerin von Gabriel Bouillon und schloss das Konservatorium 1952 als Beste ab; danach gewann sie Preise bei internationalen Wettbewerben wie Viotti, München und Long-Thibaud.
1957 kehrte sie in die Türkei zurück und wurde zur Solistin und Konzertmeisterin des Cumhurbaşkanlığı Senfoni Orkestrası ernannt; dieses Amt bekleidete sie über vierzig Jahre lang. Anfang der 1970er-Jahre gründete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Faruk Güvenç und dem Dirigenten Gürer Aykal das Ankara Oda Orkestrası, bei dem sie ebenfalls viele Jahre als Solistin wirkte. Sie zählt zu den bedeutendsten Interpretinnen der für Violine geschriebenen Werke türkischer Komponisten; 1971 erhielt sie den Titel einer Staatskünstlerin, in der Folgezeit war sie als Professorin für Violine an der Bilkent Üniversitesi tätig.
Ihre Ehe mit Faruk Güvenç dauerte bis zu dessen Tod im Jahr 1982; 1988 heiratete sie erneut, den Diplomaten Halit Güvener. Wegen gesundheitlicher Probleme gab sie 2017 bekannt, die Geige niederzulegen, und im Juni 2023 verstarb sie im Alter von 86 Jahren in Ankara.
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