Selim İleri

Selim İleri

Drehbuchautor · mit 75 gestorben

Profil

Altermit 75 gestorben
Geburtsdatum30. April 1949
Geburtsortİstanbul
Gestorben8. Januar 2025
BerufDrehbuchautor, Autor, Kritiker
SternzeichenStier

Selim İleri — Biografie

Der Schriftsteller, dessen eigentlicher Name Ali Selim İleri war, wurde am 30. April 1949 im Istanbuler Stadtteil Kadıköy als Sohn des Wissenschaftlers Hilmi İleri geboren; seinen Namen erhielt er nach dem osmanischen Sultan I. Selim. Er begann seine Schulbildung am Galatasaray-Gymnasium und schloss sie am Atatürk-Jungengymnasium ab, schrieb sich danach an der Rechtsfakultät der Universität İstanbul ein, brach sein Studium jedoch ab. In seinen Gymnasialjahren wandte er sich auf Anregung seiner Lehrer Vedat Günyol und Rauf Mutluay der Literatur zu; obwohl sein erster Romanversuch von den Verlagen abgelehnt wurde, trat er 1967 mit der Veröffentlichung seiner Erzählung "Savaş Çiçekleri" in der Zeitschrift Yeni Ufuklar in die Literaturwelt ein.

1968 veröffentlichte er sein erstes Erzählbuch Cumartesi Yalnızlığı/Güz Notları, das er seinem verstorbenen Vater widmete. Unter dem Einfluss des Regisseurs Halit Refiğ, den er Anfang der 1970er Jahre kennengelernt hatte, wandte er sich dem Drehbuchschreiben zu und verfasste 1971 sein erstes Drehbuch Cennetin Kapısı; diese Zusammenarbeit setzte sich mit Filmen wie Bir Demet Menekşe, Askerin Dönüşü, Kırık Bir Aşk Hikâyesi und Göl fort. 1973 veröffentlichte er seinen ersten Roman Destan Gönüller und 1975 das Erzählbuch Dostlukların Son Günü, für das er 1976 den Sait-Faik-Erzählpreis erhielt. Bei den Filmen Yedikuleli Mihriban (1992) und Hiçbir Gece (1989) saß er zudem selbst auf dem Regiestuhl.

In seiner über sechzig Jahre währenden Schaffenskraft verfasste İleri Werke in zahlreichen Gattungen wie Roman, Erzählung, Memoiren, Reiseliteratur, Essay und Dramaturgie; neben dem Titel Staatskünstler wurde ihm eine Reihe bedeutender Auszeichnungen zuerkannt, darunter der Orhan-Kemal-Romanpreis, der Sedat-Simavi-Literaturpreis und der Erdal-Öz-Literaturpreis. Als er am 8. Januar 2025 in İstanbul starb, war er 75 Jahre alt; nach seinem Tod wurden zahlreiche Nachrufe auf sein Werk und seine Freundschaften verfasst.

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