Feridun Zaimoğlu
Foto: Wikimedia Commons · C.Stadler/Bwag · CC BY-SA 4.0

Feridun Zaimoğlu

Drehbuchautor · 61 Jahre alt

Profil

Alter61 Jahre alt
Geburtsdatum4. Dezember 1964
GeburtsortBolu
BerufDrehbuchautor, Autor, Journalist, Installationskünstler
SternzeichenSchütze

Feridun Zaimoğlu — Biografie

Feridun Zaimoğlu ist ein deutscher Schriftsteller und bildender Künstler türkischer Herkunft. Das Hauptthema seiner Bücher sind die Probleme der zweiten und dritten Generation türkischer Einwanderer in Deutschland. Mit seinem harten und direkten Stil, der die Straßensprache der Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Literatur brachte, gilt er als eine der markanten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur; sein jüngster Roman Sohn ohne Vater (2025) kam auf die Longlist des Deutschen Buchpreises.

1964 wurde er in Bolu geboren und kam 1965 mit seiner Familie nach Deutschland. Bis 1985 lebte er in Berlin und München, danach studierte er in Kiel Medizin und Kunst; er lebt noch immer dort. Sein Durchbruchsbuch Kanak Sprak (1995) hielt die Alltagssprache türkischer Jugendlicher in Deutschland schriftlich fest und gehörte zu den Inspirationsquellen der antirassistischen Initiative „Kanak Attak“. Danach folgten Abschaum (1997; 2000 unter dem Titel Kanak Attack verfilmt), Koppstoff, German Amok und Leinwand. Leyla (2006), mit dem er sich erstmals an einer weiblichen Sichtweise versuchte, erzählt vom Leben in einem Dorf in Anatolien; Liebesbrand, Hinterland, Ruß, Siebentürmeviertel und Evangelio erschienen in den folgenden Jahren. Die gemeinsam mit Günter Senkel geschriebenen Theaterstücke wurden an Bühnen wie München, Düsseldorf, Köln und Salzburg aufgeführt; in Zeitungen wie Die Zeit und Die Welt erschienen seine Essays und Kritiken.

Er erhielt zahlreiche Preise, vor allem den Civis Medienpreis, den Friedrich-Hebbel-Preis, den Adelbert-von-Chamisso-Preis, den Grimmelshausen-Preis, die Corine und den Berliner Literaturpreis (2016). 2003 war er Inselschreiber auf Sylt, 2005 Stipendiat der Villa Massimo, 2007 lehrte er in Tübingen auf der Poetik-Dozentur; 2023 war er Gast der Brüder-Grimm-Professur.

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