Edip Akbayram

Edip Akbayram

Komponist · mit 74 gestorben

Profil

Altermit 74 gestorben
Geburtsdatum29. Dezember 1950
GeburtsortGaziantep
Gestorben2. März 2025
Sterbeortİstanbul
BerufKomponist, Sänger, Musiker
SternzeichenSteinbock

Edip Akbayram — Biografie

Mit bürgerlichem Namen Ahmet Edip Akbayram wurde er am 29. Dezember 1950 in Gaziantep geboren und starb am 2. März 2025 in Istanbul an multiplem Organversagen. Als Gründer und Sänger von Dostlar, einer der ersten Rockgruppen der Türkei, gilt er als einer der führenden Namen der Anadolu-Rock-Bewegung. Eine Kinderlähmung, die er im Alter von neun Monaten erlitt, führte zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung seines rechten Beins; obwohl er deswegen von einigen Veranstaltern ausgegrenzt wurde, beharrte er sein ganzes Karriere lang darauf, dass er allein mit seiner Stimme bestehe.

Sein musikalischer Werdegang begann in der Oberschulzeit in Gaziantep mit der von ihm gegründeten Gruppe Siyah Örümcekler, mit der er Volkslieder von Pir Sultan Abdal und Karacaoğlan in psychedelischen Rock-Arrangements interpretierte. Obwohl er einen Studienplatz an der Zahnmedizinischen Fakultät der Universität Istanbul erhielt, siegte seine Leidenschaft für die Musik; nachdem er beim Altın-Mikrofon-Wettbewerb mit der von Aşık Veysel inspirierten Komposition "Kükredi Çimenler" den ersten Preis gewann, gründete er 1973 gemeinsam mit Vecdi Ören die Gruppe Dostlar. Mit Platten wie "Aldırma Gönül Aldırma" und "Gidenlerin Türküsü" brach er Verkaufsrekorde und wurde mit über 250 Auszeichnungen geehrt, darunter die Goldene Schallplatte.

Wegen seiner sozialistischen Haltung wurden Akbayrams Werke zwischen 1981 und 1988 bei TRT mit einem Sendeverbot belegt; Mitte der 1990er Jahre erreichte er mit dem Album Türküler Yanmaz, das er den Opfern des Massakers von Sivas widmete, wieder ein breites Publikum. Nach seinem Tod finden weiterhin Gedenkkonzerte zu seinen Ehren statt, und ein Park in Antalya Kepez trägt seinen Namen; im Jahr 2026 protestierten seine Familie und andere sozialistische Künstler öffentlich gegen die unerlaubte Verwendung seiner Werke für politische Zwecke.

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